28. August 2008

Schutz vor Abzocke im Internet

Birgit P. aus Heidenheim wollte nur eine kostenlose SMS versenden, Peter K aus Wiesbaden interessierte sich für Informationen zu seinen Vorfahren und Sabine R. aus Bochum holte sich eine Wegbeschreibung aus dem Internet und plötzlich flatterte ihnen dafür eine Rechnung ins Haus.

Andere orderten kostenlose Warenproben oder riefen einen vermeintlichen Gewinn ab uns sind damit für zwei Jahre zahlendes Mitglied eines „Gewinner-Abos“ geworden. Wer nicht gleich zahlt, erhält Post von einem Inkassounternehmen. Erstaunen, Angst und Ärger auf der Konsumentenseite wachsen.

Wer Ärger und Abzocke über Internetanbieter verspürt, kann sich kostenlos an die Verbraucherzentralen wenden, die in vielen Städten stationiert sind. Der Ansturm auf die Beratungsstellen der Verbraucherzentralen ist in letzter Zeit groß, denn die beschriebenen Fälle sind keine Einzelfälle. Das vorgehen dieser dubiosen Internet-Anbieter unterscheidet sich wenig:

Die Angebote sind so gestaltet, dass deren Nutzung auf den ersten Blick kostenlos erscheint. Gleichzeitig lockt oft die Teilnahme an einem tollen Gewinnspiel. Tatsächlich fallen jedoch entweder einmalige Nutzungsrechte an oder der Nutzer schließt sogleich ein dauerhaftes, kostenpflichtiges Abonnement ab. Bevor man sich bei einem Angebot registriert, sollte man deshalb das Kleingedruckte unbedingt gelesen haben und die Internseite bis ganz unten auf eventuelle Kostenhinweise scrollen.

Mit der Weitergabe persönlicher Daten und der Bankverbindung sollten Interessierte besonders kritisch sein. Ein Blick ins Impressum kann für Reklamationen wichtig sein. Vorsicht ist geboten, wenn da nur ein Postfach angegeben ist. Besonders wichtig ist die deutliche Information über das Wiederrufsrecht.